Die Seite wurde neu angelegt: „'''Homosexualität''' ist '''auf Barbados''' für Männer und Frauen gesetzlich verboten. Das Gesetz gegen [[Homosexualität|Hom…“
'''[[Homosexualität]]''' ist '''auf Barbados''' für [[Männlich|Männer]] und [[Weiblich|Frauen]] gesetzlich verboten. Das Gesetz gegen [[Homosexualität|Homosexuelle]] wurde erst 1992 erneuert und wird von weiten Teilen der religiös-konservativen Bevölkerung befürwortet. Die [[Homophobie]] im Land ist tief verankert und zwingt [[queer]]e Menschen in den Untergrund.
== Illegalität ==
Im 1992 novellierten Strafgesetzbuch von Barbados wird Analverkehr mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe bestraft (''auch [[heterosexuell|heterosexueller]] Analverkehr''). Die Bestrafung für alle anderen gleichgeschlechtlichen sexuellen Handlungen zwischen Personen ab einem Alter von 16 Jahren beträgt Gefängnis von bis zu 10 Jahren, jedoch findet de facto grundsätzlich keine Strafverfolgung statt. Außer [[Homosexualität in Guyana|Guyana]] und [[Homosexualität in Trinidad und Tobago|Trinidad und Tobago]] existiert kein weiteres Land auf dem Doppel-Kontinent Amerika mit derart drakonischen Strafen für einvernehmlichen Sex.
=== Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare ===
Gleichgeschlechtliche Paare werden weder im Wege der [[Eingetragene Partnerschaft|eingetragenen Partnerschaft]] noch im Rahmen einer [[Gleichgeschlechtliche Ehe|gleichgeschlechtlichen Ehe]] anerkannt.
== Gesellschaftliche Situation ==
Auf Barbados herrschen, wie in fast allen ehemals britischen Kolonien in der Karibik, diskriminierende Gesetze und homophobe Praktiken, die verhindern dass homosexuelle Menschen Zugriff auf die Gesundheitsdienste haben. Die Regierung des Inselstaates wurde wiederholt von Menschenrechtsaktivisten aufgefordert, die Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit anderer sexueller Orientierung zu reduzieren.
Barbados gehört zu den letzten 11 Ländern (allesamt Commonwealth-Staaten) auf dem Doppel-Kontinent Amerika, in denen Homosexualität noch sanktioniert wird. Die drakonische Strafgesetzgebung, die seit 1992 auch sexuelle Beziehungen zwischen Mitgliedern des gleichen Geschlechts kriminalisiert, würde „allerdings nur selten durchgesetzt, wenn dies im Privatbereich stattfinde“ und es seien „viele homosexuelle barbadische Paare bekannt die ohne Probleme zusammen leben, durch die Beibehaltung ihrer Unauffälligkeit“.<ref>Foreign and Commonwealth Office: [http://www.fco.gov.uk/en/travel-and-living-abroad/travel-advice-by-country/north-central-america/barbados Travel & living abroad – Barbados]</ref>
In einer Studie zu zwei Erhebungen in 2003 und 2004 wurde festgestellt, dass es wenig oder gar keine Unterstützung für die Entkriminalisierung homosexueller Handlungen gibt. Die Untersuchung zeigt aber, dass 2004 eine negative Einstellung gegenüber homosexuellen Menschen nur bei einem relativ kleinen Teil der Bevölkerung von Barbados vorherrscht, während die große Mehrheit der Barbadier entweder tolerant ist oder Homosexuelle akzeptiert. Frauen, Männer unter 50 Jahren und Menschen mit einem höheren Bildungsstand stehen dabei dem Thema Homosexualität eindeutig toleranter gegenüber.<ref>nationnews.com: [http://www.nationnews.com/articles/view/homosexuality-debate-rages-in-barbados/ Homosexuality debate rages in Barbados]</ref>
Ein Vorschlag des Generalstaatsanwalts und Vize-Premierministers von Barbados im Oktober 2003, Homosexualität zu entkriminalisieren, wurde durch die Medien, die Kirche und die Gesellschaft überwiegend negativ aufgenommen, sodass die Regierung keine neuen Gesetze plant.
Auf Barbados gibt es keine öffentliche homosexuelle Szene und weder schwule noch lesbische Publikationen. Von der Nichtregierungsorganisation ''BANGO'' wird kritisiert, dass kein Hilfszentrum für die Opfer von Gewalt gegen Homosexuelle existiert.
''United Gays and Lesbians Against AIDS, Barbados'' (UGLAAB) ist eine weitere Nichtregierungsorganisation die sich für die Förderung schwuler und lesbischer Rechte einsetzt.<ref>yahoo.com: [http://health.groups.yahoo.com/group/uglaab/ UGLAAB]</ref>
== Siehe auch ==
* [[Homophobie]]
== Einzelnachweise ==
<references />
[[Kategorie:LGBT*Community nach Land|B]]
== Illegalität ==
Im 1992 novellierten Strafgesetzbuch von Barbados wird Analverkehr mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe bestraft (''auch [[heterosexuell|heterosexueller]] Analverkehr''). Die Bestrafung für alle anderen gleichgeschlechtlichen sexuellen Handlungen zwischen Personen ab einem Alter von 16 Jahren beträgt Gefängnis von bis zu 10 Jahren, jedoch findet de facto grundsätzlich keine Strafverfolgung statt. Außer [[Homosexualität in Guyana|Guyana]] und [[Homosexualität in Trinidad und Tobago|Trinidad und Tobago]] existiert kein weiteres Land auf dem Doppel-Kontinent Amerika mit derart drakonischen Strafen für einvernehmlichen Sex.
=== Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare ===
Gleichgeschlechtliche Paare werden weder im Wege der [[Eingetragene Partnerschaft|eingetragenen Partnerschaft]] noch im Rahmen einer [[Gleichgeschlechtliche Ehe|gleichgeschlechtlichen Ehe]] anerkannt.
== Gesellschaftliche Situation ==
Auf Barbados herrschen, wie in fast allen ehemals britischen Kolonien in der Karibik, diskriminierende Gesetze und homophobe Praktiken, die verhindern dass homosexuelle Menschen Zugriff auf die Gesundheitsdienste haben. Die Regierung des Inselstaates wurde wiederholt von Menschenrechtsaktivisten aufgefordert, die Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit anderer sexueller Orientierung zu reduzieren.
Barbados gehört zu den letzten 11 Ländern (allesamt Commonwealth-Staaten) auf dem Doppel-Kontinent Amerika, in denen Homosexualität noch sanktioniert wird. Die drakonische Strafgesetzgebung, die seit 1992 auch sexuelle Beziehungen zwischen Mitgliedern des gleichen Geschlechts kriminalisiert, würde „allerdings nur selten durchgesetzt, wenn dies im Privatbereich stattfinde“ und es seien „viele homosexuelle barbadische Paare bekannt die ohne Probleme zusammen leben, durch die Beibehaltung ihrer Unauffälligkeit“.<ref>Foreign and Commonwealth Office: [http://www.fco.gov.uk/en/travel-and-living-abroad/travel-advice-by-country/north-central-america/barbados Travel & living abroad – Barbados]</ref>
In einer Studie zu zwei Erhebungen in 2003 und 2004 wurde festgestellt, dass es wenig oder gar keine Unterstützung für die Entkriminalisierung homosexueller Handlungen gibt. Die Untersuchung zeigt aber, dass 2004 eine negative Einstellung gegenüber homosexuellen Menschen nur bei einem relativ kleinen Teil der Bevölkerung von Barbados vorherrscht, während die große Mehrheit der Barbadier entweder tolerant ist oder Homosexuelle akzeptiert. Frauen, Männer unter 50 Jahren und Menschen mit einem höheren Bildungsstand stehen dabei dem Thema Homosexualität eindeutig toleranter gegenüber.<ref>nationnews.com: [http://www.nationnews.com/articles/view/homosexuality-debate-rages-in-barbados/ Homosexuality debate rages in Barbados]</ref>
Ein Vorschlag des Generalstaatsanwalts und Vize-Premierministers von Barbados im Oktober 2003, Homosexualität zu entkriminalisieren, wurde durch die Medien, die Kirche und die Gesellschaft überwiegend negativ aufgenommen, sodass die Regierung keine neuen Gesetze plant.
Auf Barbados gibt es keine öffentliche homosexuelle Szene und weder schwule noch lesbische Publikationen. Von der Nichtregierungsorganisation ''BANGO'' wird kritisiert, dass kein Hilfszentrum für die Opfer von Gewalt gegen Homosexuelle existiert.
''United Gays and Lesbians Against AIDS, Barbados'' (UGLAAB) ist eine weitere Nichtregierungsorganisation die sich für die Förderung schwuler und lesbischer Rechte einsetzt.<ref>yahoo.com: [http://health.groups.yahoo.com/group/uglaab/ UGLAAB]</ref>
== Siehe auch ==
* [[Homophobie]]
== Einzelnachweise ==
<references />
[[Kategorie:LGBT*Community nach Land|B]]