Advertisement

Johnny Weir

JohnnyWeir.jpg


John Garvin „Johnny“ Weir[1] (*2. Juli 1984 in Coatesville, Pennsyvania, USA) ist ein homosexueller[2], US-amerikanischer Eiskunstläufer.

Privatleben

Johnny Weir wurde in Coatesville, Pennsylvania, als Sohn von John und Patti Weir geboren und wuchs in Quarryville, Pennsylvania auf. Er hat einen vier Jahre jüngeren Bruder.[3]

Weir studierte kurzzeitig Linguistik an der Universität von Delaware und bewundert die russische Kultur und den russischen Eiskunstlaufstil. Er sammelt Tscheburaschka Fanartikel.

Er ist römisch-katholisch, bezeichnet sich aber als offen für andere Glaubenssysteme, inklusive des Praktizierens der Kabbala. „Ich glaube an alles gute und alles, das Liebe lehren kann und ich fühle, dass alle diese Dinge mich beschützen.“[4]

JonnyWeir Pride LA 2011.png
Johnny Weir bei der Pride Parade in Los Angeles, 2011
Weir interessiert sich für Mode und hat einige Kostüme selbst entworfen, auch für andere Eiskunstläufer, wie z.B. Yuzuru Hanyu.[5]

Von 2006 bis Frühjahr 2008 filmten ihn James Pellerito und David Barba. Die Dokumentation Pop Star on Ice wurde am 24. Mai 2009 beim Seattle International Film Festival uraufgeführt, bis in den Sommer 2009 auf verschiedenen Filmfestivals in den Vereinigten Staaten gezeigt und am 24. Dezember 2009 im Sundance Channel (USA) ausgestrahlt. Von Januar bis März 2010 wurde im selben Sender die mehrteilige Reality Show Be Good Johnny Weir ausgestrahlt.[6] Ab Ende Januar und ab Mitte 2011 werden zwei weitere Staffeln in Logo ausgestrahlt.

2010 wurde der Asteroid (12413) Johnnyweir, der 1995 von T. W. Kryatschenko entdeckt wurde, nach Weir benannt. Seine russischen Fans hatten diesen Vorschlag gemacht.

Während der Olympischen Spiele 2010 äußersten sich zwei kanadische Kommentatoren kritisch über Weirs effeminiertes und flamboyantes Verhalten und zeigten sich in Sorge darüber, es könne dem Ansehen des Herreneiskunstlaufes schaden. Weir zeigte sich verärgert über die Kommentare.[7]

Anfang 2011 veröffentlichte Weir seine Autobiografie Welcome to my World. Im Dezember 2010 gab es das Lied Dirty Love (Autor: Lucian Piane) schon auf seiner Website zu hören. Gleichzeitig mit dem Buch ist das Lied auch in den Online-Shops erhältlich. Es belegte kurz darauf Platz eins in den Verkaufscharts der japanischen Amazon-Website und Platz 22 in den iTunes Japan Dance charts.[8]

Weirs sexuelle Orientierung war lange Zeit Gegenstand medialer Spekulationen. Weir antwortete auf dergleichen Fragen oft mit „… es ist nicht Teil meines Sports und es ist privat. Ich kann schlafen, mit wem ich mir aussuche und es beeinflusst nicht, was ich auf dem Eis tue.“[9] In seiner Autobiografie Welcome to my World, in der er sich schließlich als homosexuell bekannte, nannte er als Grund dafür die vermehrten Suizide junger Homosexueller: „Angesichts von Menschen, die sich selbst umbringen und verängstigt ihre Homosexualität verbergen, hoffe ich, dass wenigstens ein Mensch Kraft aus meiner Geschichte ziehen kann.“[2][10][11]

Johnny Weir heiratete am Silvesterabend 2011 seinen Lebensgefährten Viktor Voronov, einen US-amerikanischen Rechtsanwalt russischer Herkunft. Die beiden ließen sich 2015 wieder scheiden. Als Gründe nannten sie „häusliche Schwierigkeiten“.

Im September 2019 nahm Weir als Egg an der zweiten Staffel des US-amerikanischen Ablegers von The Masked Singer teil und schied als erster Kandidat aus.

Ergebnisse

Meisterschaft/Jahr 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2013
Olympische Winterspiele 5. 6.
Weltmeisterschaften 5. 4. 7. 8. 3.
Vier-Kontinente-Meisterschaften 4.
Juniorenweltmeisterschaften 1.
US-amerikanische Meisterschaften 6. 5. Z 1. 1. 1. 3. 2. 5. 3.
-
Grand-Prix-Wettbewerb/Saison 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05 05/06 06/07 07/08 08/09 09/10 12/13
Grand-Prix-Finale Z Z 4. 3. 3.
Skate America 2.
Skate Canada 7. 7. 3.
Cup of Russia Z 2. 3. 2. 1. 4. Z
Trophée Eric Bompard 4. 1.
NHK Trophy Z 1. 2. 2.
Cup of China 1.
  • Z = Zurückgezogen

Dancing with the Stars

Johnny tanzt 2020 mit der Profitänzerin Britt Stewart.

Episode Punkte Tanz Musik Weiterkommen Anm.
Carrie Ann
Inaba
Bruno
Tonioli
Derek
Hough
gesamt
1 6 6 6 18 Cha-Cha-Cha "Buttons"—The Pussycat Dolls
2 Tango "Poker Face"—Lady Gaga sicher
3 8 8 8 24 Rumba "Reflection"—Christina Aguilera
4 Jive "Crocodile Rock"—Elton John
5 10 10 9 29 Contemporary "Total Eclipse of the Heart"—Bonnie Tyler
6 7 8 7 22 Salsa "On the Floor"—Jennifer Lopez & Pitbull Untere zwei
7 9 9 9 27 Wiener Walzer "Creep"—Vincint sicher [Anm. 1]
8 Foxtrott "Wonder"—Shawn Mendes
3 Wiener Walzer "I Have Nothing"—Whitney Houston [Anm. 2]
9 10 10 10 30 Quickstep "Valerie"—Amy Winehouse feat. Mark Ronson Untere zwei
0 Jive "Wake Me Up Before You Go-Go"—Wham! [Anm. 3]
10 9 9 9 27 Salsa "X"—Jonas Brothers Sofort ausgeschieden [Anm. 4]
10 10 10 30 Jazz "I Lived"—OneRepublic

Anmerkung

  1. Bösewicht: Drakular
  2. Raley gegen Justina Machado und Sasha Farber
  3. gegen AJ McLean und Cheryl Burke verloren
  4. mit Carrie Ann Inaba

Einzelnachweise

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.