Der Artikel ist zwar schon neun Jahre alt, aber ich die Thematik dürfte einige, die es noch nicht wussten, interessieren.
In Austrialien wollte ein Lehrer 2010 die Textstelle "gay your life must be" in "fun your live must be" umbenennen, da er befürchtete, seine Schüler müssten an dieser Stelle lachen, da Schwulsein heutzutage meist negativ assoziiert, häufig sogar als Beleidigung verwendet wird.[1]
Das Problem ist, dass "gay" damals keineswegs "schwul" (oder "lesbisch") bedeutete, sondern "heiter/fröhlich" oder "bunt/farbenfroh" — also durchaus Dinge, die wir heutzutage immer noch mit der LGBT*Community in Verbindung bringen. Einige Jahre später erlebte der Begriff allerdings einen Bedeutungswandel und wird heute synonym zu "homosexuell" gebraucht.
Aber anstatt für diesen erst einmal präventiv gut gemeinten Gedanken gelobt zu werden, erhielt der Lehrer empörte Reaktionen der Schwulen- und Lesbenverbände. Sie empfanden gerade diese Handlung als diskriminierend, da hier der Begriff "gay" aus dem Songtext getilgt wurde, was die Sichtbarkeit von Schwulen und Lesben in gewisser Weise angreife.
Besser wäre es gewesen, vor dem Singen des Liedes über die Bedeutung des Wortes zu reden und dabei auch klarzustellen, dass selbst in der heutigen Zeit "schwul" oder "lesbisch" nicht als Beleidung gebraucht werden sollen und dass Homosexualität normal ist.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 "Lehrer empört Schwulenverbände mit Kinderlied" auf welt.de